Theaterproduktionen

Musikproduktion / Sounddesign / Live-Musik / Schauspiel


Gleichgewicht der Stimmen (2026)

Schauspiel / Musik / Sounddesign

Produktion:
TAK Theater Liechtenstein & Assitej Liechtenstein

Regie: Natascha Grasser
Konzept: Natascha Grasser & Florian Jindra

Aufführungen:
Liechtenstein, Feldkirch, Graz (Spleen Festival)

Wessen Stimme zählt? Jede Stimme zählt! In diesem interaktiven Klassenzimmerstück begeben sich Schüler:innen auf die Spur der «verlorenen Stimmen» – und entdecken, wie Demokratie wirklich gelingt.

Sounddesign: Netz der Stimmen
Song: „Bürokratie“ wird im Stück live gesungen
Song: „Veto“ wird im Stück live gesungen
Song: „Paragraph 107“ wird im Stück live gesungen

EINMAL LEBEN – MIT ALLES (2025)

Musik / Sounddesign

Jahres-Theater-Kurs des jungen theater basel

Leitung: Uwe Heinrich

Beim Döner ist es klar: Mit Alles Bitte! Und erst recht beim Leben: Natürlich mit Allem! Und zwar viel, von Allem. Wir haben eher die Qual der Wahl, als die Wahl der Qual. Und wenn dann noch das Internet andere Leben in unsere Hirne spühlt  – und zwar nicht die mit Qualen, sondern die andern – kann es richtig anstrengend werden.


Alien•Nation (2025)

Künstlerische Co-Leitung / Live-Musik / Schauspiel

Abschlussprojekt Fabio Savoldelli Master of Arts «Expanded Theater» HKB Bern

Produktion: Feige & Sohn

Aufführungen: HKB Bern

Im Namen der Aliens zu performen – wie soll das funktionieren? Am Ende bleibt doch alles, was wir über Aliens sagen, Projektion. Der Versuch, sie zu repräsentieren, muss scheitern.

Um dennoch nicht nur über, sondern auch für Aliens zu sprechen, tauchen die Performer Fabio und León tief in den Alien-Kosmos ein. Popkultur, Wissenschaft, Literatur, Philosophie und Musik – Aus all diesen Bereichen holen sie Impulse, um ihre Mission zu erfüllen: Aliens gerecht zu werden. Denn sie wissen: Gelingt ihre Beschwörung, werden sie am Ende des Abends Ausserirdische besuchen.

Verkörpert werden die Aliens durch einen Chor, der sich dem Bühnenraum über die Performance hinweg langsam annähert. Dabei spricht er einen Text in einer unverständlichen eigens für den Abend erfundenen Sprache: eine Kulisse, an der das Publikum eigene Projektionen erproben kann – zumindest so lange bis sich die Schatten des Alien-Chors an der Gaze um den Bühnenraum abzuzeichnen beginnen…

© Ben Zurbriggen Fotografie / ben-zurbriggen.ch
© Ben Zurbriggen Fotografie / ben-zurbriggen.ch

Gossips (2024)

Musik / Sounddesign

Produktion: LAB Junges Theater Zürich

Stück: Eva Rottmann

Regie: Annina Dullin

Intensivprojekt des LAB Junges Theater Zürich Zürich

Aufführungen: Theater Winkelwiese Zürich, Bühne Aarau, Thik Baden, Central Uster, Kulturraum Thalwil, Garage Wetzikon, Gleis 21 Wiedikon, jungspund Festival St. Gallen, Tojo Theater Bern, Theater am Gleis Winterthur

Persönlich sollte sie werden, und dazu ein bisschen philosophisch: Sabinas Maturaarbeit über Freund*innenschaft. Unterstützt von Luna und Noah inszeniert sie für ihren Abschluss den Bruch mit ihrer Jugendfreundin Yasmina. Doch als die Präsentation anders verläuft als abgesprochen und mit Yasmina plötzlich das Real Life auf der Bühne steht, wird klar: Es bleibt nicht bei einer wohlgeordneten Erinnerungs-Dia-Show und einer guten Note für Sabina.

Heute meint Gossip Klatsch und Tratsch, doch früher stand Gossips für weiblich sozialisierte Menschen, die sich austauschten, einander beistanden und in einer lebendigen Gemeinschaft verbunden waren. Eva Rottmann hat ein Stück über junge Frauen geschrieben, die sich gute Freundinnen sein wollen und dabei über das stolpern, was sie trennt. War die Freundinnenschaft von Sabina und Yasmina einfach emotional nicht stark genug, oder haben gesellschaftliche Kräfte zum Break-up beitragen? Wer steht für wen ein – und welche Rolle spielt dabei die eigene soziale Herkunft? Wie können sich Freund*innen begleiten, wenn nicht nur sie selbst, sondern auch die Welt sich ständig verändert? 

Sound: „Ufd Sek“ – Yassi und Sabina (beste Freundinnen) kommen in die selbe Schule
Sound: Umbrella (Rihanna) – Remix für Partyszene
Gossips 2024 / Pictures by Sepp de Vries

ich sehe aus, wie du nicht willst (2024)

Musik / Sounddesign

Jahres-Theater-Kurs des jungen theater basel

Leitung: Uwe Heinrich

und wieso genau bist du der meinung, dass du mich so ansehen kannst? dein blick überschreitet ganz klar meine grenzen. und glaub bloss nicht, dass ich nicht weiss, was du denkst! das seh ich dir doch an. du bist schliesslich nicht die erste person, die mich so ansieht …


TYPISCH JETZT? (2023)

Musik / Sounddesign

Jahres-Theater-Kurs des jungen theater basel

Leitung: Uwe Heinrich

Wir sind …
Ja, was denn jetzt?
Auf alle Fälle schon mal kein «WIR».
Wir sind alle ein ICH.
Oder zwei.
Oder drei.
Oder gibt’s doch ein WIR?


Insekten (2023)

Musik / Sounddesign

Produktion: LAB Junges Theater Zürich

Jahresprojekt des LAB Junges Theater Zürich mit jugendlichen Spieler*innen

Künstlerische Leitung: Elina Wunderle

Aufführungen: Gessnerallee Zürich

Eine Gruppe Jugendlicher baut einen Haufen. Inspiriert durch die Lebensweisen der staatenbildenden Insekten probieren sie darin eigene Formen des Zusammenlebens aus. Dafür verständigen sie sich über Vibrationen und Düfte, bauen blind im Kollektiv und lassen sich von Licht leiten. Sie verschwestern sich und stellen ihre individuellen Bedürfnisse so weit zurück, dass sie ganz zum Schwarm werden. Mit der Zeit verändern sich ihre Körper es wachsen feine Haare, die die Umgebung wahrnehmen, aus Hornhaut wird Panzer und in ihren Drüsen bildet sich toxisches Sekret. Willkommen im Bau vom LAB, willkommen bei den Insekten.

Sound: Anfang Stück
Insekten 2023 / Pictures by Sepp de Vries

Um Kopf und Kragen (2023)

Musik / Sounddesign

Produktion: junges theater basel

Regie: Hannah Biedermann

Stückentwicklung zum Thema «reden»

Aufführungen: junges theater basel, Delémont, Freiburg, Nürnberg, Schaan, Winterthur, Zürich

Wir leben hier und heute und sind doch verbunden mit der ganzen Welt und der langen Geschichte des Kampfes um Gerechtigkeit. Wir erheben unsere Stimmen für die vielen und  kämpfen mit unvergesslichen Reden und erhobenen Fäusten. Wir werden Parolen ausprobieren, um Worte ringen und mit Blicken sprechen. Und wir riskieren es, uns um Kopf und Kragen zu reden. Versprochen!

Die deutsche Regisseurin Hannah Biedermann hat sich mit 5 Spieler:innen durch aktuelle und historische Reden gearbeitet und geschaut, was es mit ihnen macht, wenn sie sich fremder Worte bedienen. Sind sie zu gross; wie ein Kostüm, das man sich überstülpt, um auf der Bühne für einen Moment eine andere Rolle einzunehmen? Oder passen sie irgendwann und schon das Aus-Sprechen mindert das Gefühl von Ohnmacht.

Sound: Anfang des Stücks
Sound: Pussy Riot angelehnte Performance am Ende des Stücks
Um Kopf und Kragen / junges theater basel / Fotos: Uwe Heinrich

FRIENDO, a work in progress (2023)

Live-Musik Performance / Sounddesign

Von: WANNABEkollektiv

Aufführungen: Theater Basel (JKF Basel), junges theater basel (Gastspiel)

Freundinnenschaft ist doch (auch) eine Beziehungsform? Doch wie umgehen mit Berührung, Platz einnehmen, zuhören etc.? Wie kann ich physisch und psychisch da sein in einer Welt, in der irgendwie alles für alle ein Overload ist. Friendo sind zwei Personen, die nicht nur versuchen, ihre eigenen „Struggles“ zu verarbeiten, sondern auch die untereinander. Was braucht es vom gegenüber damit in einer Freundinnenschaft überhaupt über ‚Struggles‘ gesprochen werden kann. Was bedeutet es und wie ist es möglich Freund*innenschaftsbeziehungen zu pflegen in einer Gesellschaft bei der es hauptsächlich um das Individuum und deren Leistung/Benefit für das System geht. Friendo ist ein “work in progress”. Es ist persönlich und vor allem ehrlich. Es soll Aufzeigen wie Kommunikation in dessen Beziehungsform aussehen kann und wie die Arbeit daran eben nie fertig ist.


SING ME A LOVESONG! (2022)

Regie- und Sound-Assistenz / Schauspiel (Ersatz)

Produktion des jungen theater basel

Inszenierung: Jackie Poloni & Sebastian Nübling

Stückentwicklung zum Thema «Liebe und Lovesongs «

Aufführungen: Aarau, Chur, Baden, Graz (Spleen Festival Eröffnung) mit León Cremonini als Schauspiel-Ersatz / Soundtechnik

Wer darüber nachdenkt, welches das passende Liebeslied für sich selbst sein könnte, kommt aus dem Fragen kaum wieder heraus. Was ist das eigentlich, die Liebe? Was suche ich? Was bin ich bereit zu geben? Wer bestimmt das alles? Und? Und? Und?

Viele Love Songs transportieren Beziehungsideale, die mit der heutigen Wirklichkeit wenig zu tun haben. Wenn wir einmal genau hinhören, können die formulierten Wünsche und Sehnsüchte sogar befremden. Müssen wir tatsächlich neue Liebeslieder schreiben?

Sechs junge Menschen sind diesen Fragen auf der Spur und laden auch das Publikum dazu ein, mit Liebesliedern über Beziehungen nachzudenken.

SING ME A LOVESONG! / junges theater basel / Foto: Uwe Heinrich

Anfangen (2021)

Live-Musik Performance / Sounddesign

Abschlussprojekt Alina Imoos Bachelor Theaterpädagogik ZHdK Zürich

Eine Tanztheater über Zustandswechsel und Energieaufwände

Regie und Konzept: Alina Immoos

Es ist gewiss: Anfänge sind endlos, denn was nach dem Anfangen passiert, ist ungewiss. Anfangen heisst Zustandswechsel als Dauerschleife in eine
noch unbekannte Dimension. Und es ist nicht definierbar: es zählt jedes A4 Papier und jeder Tropfen, auch wenn sie nicht zählbar sind. Es passiert nur, wenn das Fass innerlich so gefüllt ist und die Blätter zu so hohen Türmen gestapelt sind, bis eine Entscheidung oder der Wunsch danach überschwappt. Genau jetzt, irgendwann kommt der Punkt. Das Schöne ist, dass alles rückgängig gemacht werden kann und alles nie mehr so wird wie vorher.


Die kleine Prinzessin (2019)

Live-Musik Performance / Sounddesign

Studentisches Projekt (EigenArten) der Theaterakademie August Everding München

Regie: Fabio Savoldelli

Adaption von „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry.


Sadspace (2018)

Schauspiel

Produktion: junges theater basel

Regie: Sebastian Nübling

25 Aufführungen im jungen theater basel

Die Stimmung ist ziemlich ausgelassen. Ein nervöses Hi-Hat und fette Bässe unterstützen die Gäste, wenn sie sich Gefühlen nähern, die sonst kaum öffentlich gezeigt werden. Der SADSPACE wurde eröffnet, um das Leben zu feiern. Die guten und die schlechten Seiten. Aber was macht uns überhaupt traurig? Und wie zeigen wir Traurigkeit? Und vor allem: wem? Viele verschweigen Gefühle wie Unsicherheit und Angst – manchmal sogar vor sich selber. Lasst uns die Traurigkeit nicht für die einsamen Momente aufzusparen. Im SADSPACE sind alle Gefühle willkommen. Sie verbinden uns miteinander.

Medienauszüge

«Ich find hüüle extrem befreiend» titelt die TagesWoche am 5.11.18, letzten Tag ihres Erscheinens, die Kritik zu SADSPACE.Zugute halten muss man dem knapp fünfviertelstündigen Abend, dass hier ein junges Ensemble am Werk ist, das einmal mehr vollkommen vergessen lässt, dass es sich um Laien handelt. Es strömt so viel Kraft aus, legt sich mit so viel Authentizität ins Zeug, dass man letztlich doch ins Geschehen reingezogen wird.

«Humor inmitten der Traurigkeit»schreibt die BAZ. und endet mit … Vielmehr funktionieren in SADSPACE die ironischen Momente, ausgelöst durch kurze Nebenbemerkungen … Sie durchbrechen den Strudel an hämmernder Musik, Tanz, Geschrei und Szenenwechsel und sorgen für Auflockerung, für eine echte Verbindung mit dem Publikum – wenn auch mit Humor und nicht durch Traurigkeit. In diesen Momenten zeigt sich dann auch das Talent der jungen Darsteller: ihre Unbeschwertheit komplett auf die Zuschauer zu übertragen.

Den Kritiker der Basellandschaftlichen Zeitung hat weniger die Unbeschwertheit der Spieler*innen, sondern eher ihre Tiefe erreicht. «Feier der Traurigkeit der Generation U20» steht über seinem Text … Die Selbsterkundungen, die Berichte aus dem reichen Performace-Lebensschatz der U20, wirken hingegen. Sie brechen die Mauern auf … und übernehmen den Abend komplett.